Wie du deinen Job an deine Familie anpassen kannst

SchreibtischWenn du fest angestellt bist und gerade in Elternzeit, dann ist dir dein Job danach in der Regel sicher. Und als Mama hast du nach der Elternzeit das Recht auf eine Teilzeitstelle. Wunderbar, wenn du nicht den ganzen Tag im Büro hocken möchtest, sondern nachmittags auch noch etwas von deinem Nachwuchs haben möchtest.

Nachteile einer Teilzeitstelle

Für viele bedeutet eine Teilzeitstelle aber nicht automatisch weniger Arbeit. Oft musst du in weniger Arbeitszeit ein ähnliches Arbeitsvolumen bewältigen wie zu Zeiten, als du noch Vollzeit angestellt warst. Du bist meist außerdem nach wie vor zu bestimmten Arbeitszeiten verpflichtet, denn viele Unternehmen haben in der Regel eine Kernarbeitszeit.

Ein weiterer Nachteil der Teilzeitstelle: Wenn du einen weiten Arbeitsweg hast, bist du mitunter ein bis zwei Stunden am Tag unterwegs, um nur ein paar Stunden zu arbeiten. Das ist ziemlich ineffizient.

Und: Du hast weniger Geld zur Verfügung als vor der Elternzeit. Dieser Punkt ist gerade für viele Familien ein dicker Minuspunkt, denn jeder weiß, dass Kinder die allgemeinen Ausgaben in der Regel nicht unbedingt vermindern!

Wie du deinen Job entspannter gestalten kannst

Wenn eine Teilzeitstelle zu einem bestimmten Zeitpunkt deine einzige Option ist, kannst du trotzdem versuchen, sie für dich angenehmer zu gestalten. Leider ist nicht jeder Job so flexibel gestaltbar. Versuche, so viele der folgenden Punkte wie möglich auf dich und deine Arbeit zu übertragen.

<<Klicke hier für meine top Hilfsmittel im Baby-Alltag>>

Flexible Arbeitszeiten

Viele Unternehmen und Betriebe bieten bereits flexible Arbeitszeiten für Ihre Mitarbeiter an, da sie erkannt haben, dass das den Mitarbeitern gut tut – und damit auch den Unternehmen. Denn wer seinen Berufsalltag flexibler mit seinem Privatleben vereinbaren kann, ist weniger gestresst und zufriedener. Und wer möchte schon unzufriedene Mitarbeiter haben?

Sollten flexible Arbeitszeiten in deinem Unternehmen nicht die Regel sein, suche trotzdem das Gespräch mit deinem Chef. Vielleicht kannst du Pionierarbeit leisten und etwas für dich und auch zukünftige Eltern aushandeln. Zum Beispiel könntest du darum bitten, dass du bereits um 6 oder 7 Uhr morgens mit der Arbeit beginnst. Dann kannst du vielleicht ein paar Stunden mehr arbeiten und hast mehr Geld zur Verfügung. Dein Partner könnte dein Kind in dieser Zeit in die Kita bringen oder selbst betreuen. Und wenn du schon wieder fertig bist mit deiner Arbeit, ist es erst Mittag oder früher Nachmittag und du hast trotzdem noch etwas von deinem Kind.

Argumente, die du bei deinem Chef anbringen kannst:

-Wenn es früh am Morgen noch ruhig ist im Büro, bin ich weniger abgelenkt und kann effizienter arbeiten

-Ich kann insgesamt mehr Stunden arbeiten, als wenn ich mich nur auf die Kernarbeitszeiten beschränken würde und trotzdem pünktlich losgehen, um mein Kind aus der Kita zu holen.

-Sollte die Tagesplanung einmal durcheinander kommen, weil mein Kind zum Beispiel zum Arzt oder zu einer anderen Betreuung gebracht werden muss, kann ich später anfangen und arbeite dafür eben an diesem oder einem anderen Tag länger.

Homeoffice

Das Homeoffice gibt dir die meiste Flexibilität als Teilzeitarbeitende. Wenn du zusätzlich flexible Arbeitszeiten vereinbart hast, ist das Homeoffice das ideale Modell für Mamas!

Die Vorteile

  • Du kannst morgens direkt vom Frühstückstisch an den Schreibtisch gehen und anfangen zu arbeiten, statt dich im Auto über die Rush Hour oder volle S-Bahnen zu ärgern. Oder du bringst dein Kind in die Kita und beginnst danach mit der Arbeit. In jedem Fall sparst du dir den Arbeitsweg und damit viel Energie, die du eigentlich in deine Arbeit stecken solltest.
  • Keine Ablenkung durch Kollegen, die dir von ihrem Wochenende oder ihrem letzten Urlaub berichten wollen. Du arbeitest sehr wahrscheinlich effizienter.
  • Ruhe. Gerade wer vorher im Großraumbüro gearbeitet hat, weiß die Vorteile des Homeoffices zu schätzen.
  • Ein bequemer Arbeitsplatz, genau nach deinen Vorstellungen. Niemand, der ständig das Fenster aufreißt oder über kalte Füße jammert und eine Heizung, die du genau so einstellen kannst, dass du dich wohlfühlst.
  • Mittags kannst du dir ein gesundes Liebslingsgericht in deiner eigenen Küche zubereiten – Kantinenessen adé!

Die Nachteile und deren Lösungen

  • Wenn du eher geselliger Natur bist, könnte das Homeoffice für dich gerade zu Beginn ein wenig einsam sein.

-> triff dich mittags mit Freunden in deiner Nähe. Oft ist dafür gerade nach der Elternzeit sowieso wenig Platz in deinem Kalender, denn Job und Familie beanspruchen viel Zeit.

  • Du musst dich gut motivieren können. Dein Chef vertraut darauf, dass du mindestens genauso gut zu Hause arbeitest, wie im Büro.

-> Entwickle eine Arbeitsroutine, die dich produktiv macht. Zum Beispiel: Kaffee holen, To Do-Liste für den Tag schreiben, wichtigsten Punkt als erstes angehen, bis dahin keine E-Mails (oder Facebook oder Whatsapp oder…) checken, bis du den Punkt abgearbeitet hast. Kurze Pause, nächster Punkt.

  • Wenn du krank bist, kann es passieren, dass du dich trotzdem zum Arbeiten überreden lässt. Denn du bist ja zu Hause. Ein paar E-Mails zwischendurch beantworten kann ja nicht so anstrengend sein…

-> Wenn du krank bist, bist du krank. Egal, ob im Homeoffice oder nicht. Die E-Mail an deinen Chef und eventuell an mit dir zusammenarbeitende Kollegen, in der du deine Krankmeldung mitteilst ist die einzige, die du an diesem Tag schreibst.

Wie du deinen Chef vom Homeoffice überzeugen kannst

Nicht jeder Chef wird freudestrahlend in die Hände klatschen und sagen: „Aber natürlich können Sie ab sofort nur noch im Homeoffice arbeiten!“. In der Regel wird es sogar eher so sein, dass dein Vorschlag abgelehnt wird.

Damit du Erfolg hast, kannst du folgende Vorteile (falls sie auf dich zutreffen) für deinen Chef und das Unternehmen aufzählen:

  • Ich kann ungestörter und damit produktiver arbeiten. In weniger Zeit kann ich also mehr Arbeit schaffen als im Büro.
  • Ich brauche keinen eigenen Arbeitsplatz mehr im Büro/kann ihn mir mit einem Kollegen teilen.
  • Ich spare viel Zeit und Energie, da der Arbeitsweg wegfällt. Diese kann ich in meine Arbeit investieren.
  • Wenn mein Kind krank ist oder die Kita für einen oder mehrere Tage schließt, falle ich nicht ganz aus, wenn ich im Homeoffice arbeiten kann.
  • Im Homeoffice kann ich ungestörter und konzentrierter telefonieren und kann auf Kunden so besser eingehen. Sie hören keine anderen Unterhaltungen im Hintergrund.

In manchen Fällen kann es helfen, wenn du vorschlägst, erst einmal nur einen Homeoffice-Tag zur Probe einzuführen. Gib deinem Chef das Gefühl, dass er die Regelung wieder abschaffen kann, wenn sie ihm nicht passt. Damit das nicht passiert, solltest du an dem Homeoffice-Tag besonders produktiv sein und nachweisbare Resultate deiner gesteigerten Produktivität vorzeigen können. Zum Beispiel hast du an diesem Tag vielleicht besonders viele neue Kunden gewonnen. Oder besonders viele Aufgaben erledigt. So kannst du auf Dauer überzeugen, dass du im Homeoffice tatsächlich produktiver bist und nach und nach um mehr Arbeitstage außerhalb des Büros bitten.

Diese Tipps sind von Tim Ferris inspiriert* inspiriert, der es geschafft hat, seinen Chef davon zu überzeugen, dass er im Home Office dem Unternehmen sehr viel mehr bringt als im Büro.

Am meisten Flexibilität hast du übrigens, wenn du dich selbstständig machst – am besten noch in der Elternzeit. 9 Ideen für dein Business als Mompreneure findest du hier.

Hast du deinen Job bereits angenehmer für dich gestaltet? Auf welche Probleme bist du dabei gestoßen? Und wie wurde dein Vorschlag angenommen? Du hast noch mehr Ideen, um Arbeit und Familie besser miteinander zu vereinbaren? Dann ab damit in die Kommentare!

*Affiliate Link

3 Gedanken zu “Wie du deinen Job an deine Familie anpassen kannst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*