Schlafmangel? Wie du trotzdem produktiv durch den Tag kommst

Schlafmangel mit BabyWir alle kennen sie. Diese Nächte, in denen du denkst: Himmel, was ist denn nur wieder los? Wieso schläft das Baby nicht, wieso will es jede Stunde oder gar jede halbe Stunde an die Brust oder auf den Arm?

Unsere Babys brauchen uns manchmal sehr viel mehr, als uns vielleicht lieb ist. Und wenn das nachts zum Dauerzustand und der Schlafmangel chronisch wird, sind die Tage der reinste Albtraum. Nach solchen Nächten sehne ich mich morgens schon danach, abends in mein Bett kriechen zu können. Direkt um 20 Uhr am besten. Um endlich ein bisschen Schlaf zu bekommen.

Trotzdem muss der Tag ja irgendwie gemeistert werden. Dein Baby muss versorgt, der Haushalt geschmissen und vielleicht auch noch der Einkauf erledigt werden. Wie du dir deinen Alltag mit Baby erleichtern kannst, hatte ich bereits hier beschrieben. Und dann willst du vielleicht auch noch kurz duschen, um nicht wie der letzte Mensch den Kinderwagen vor dir herzuschieben. Vielleicht willst du die Abendstunden aber auch nutzen, um dein eigenes Business als Mompreneur voranzutreiben. Ich habe in der Elternzeit jede freie Minute genutzt, um mich fortzubilden oder Aquise für die Zeit nach der Elternzeit zu betreiben.

Damit du trotz kurzer Nächte deine To Do-Liste abarbeiten kannst, habe ich dir sechs Tipps aufgeschrieben, wie du genug Energie dafür sammeln kannst.

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Schlafe, wenn dein Baby schläft

Dein Baby macht seinen Vormittags-, Mittags- oder Nachmittagsschlaf? Wenn du dringend Schlaf brauchst, lass die Wäscheberge oder die volle Geschirrspülmaschine links liegen und leg dich dazu. Schon eine halbe Stunde Power-Nap kann deine Akkus wieder aufladen. Ich habe mich jeden Tag mindestens einmal mit Baby ins Bett gelegt, um den Tag über und auch abends noch genug Kraft zu haben. Abgesehen von der Erholung, die du dabei bekommst, ist es unglaublich gemütlich, eine Runde neben deinem Baby zu schlafen.

 

Koffein gegen Schlafmangel? Lieber nicht

Ja, Kaffee macht wach, Kaffee schmeckt und gerade nach einer Nacht, die dein Baby wieder zum Tag machen wollte, sehnst du dich vermutlich nach einem großen, dampfenden Kaffee. Aber Kaffee wird dir nur sehr kurzfristig über deine Müdigkeit hinweg helfen. Kennst du das, wenn du eine halbe Stunde nach dem ersten Kaffee müder bist als vorher? Kaffee wirkt sehr schnell und intensiv, aber leider nicht sehr langanhaltend. Und kann nach dem ersten Koffeinknick sogar müder machen, als wenn du gar keinen getrunken hättest. Wenn dein Kreislauf ohne Koffein morgens aber nicht in die Gänge kommt, dann versuche, auf Grünen Tee umzusteigen. Dieser wirkt nicht so schnell und intensiv, macht aber auf längere Zeit fit. Allerdings solltest du als Stillmama auch immer daran denken, dass dein Baby auch immer ein wenig von deinem Kaffee oder Tee mittrinkt, wenn du es stillst. Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen darüber, ob Koffein Babys schadet. Allerdings ist davon auszugehen, dass dein Baby auch länger oder öfter wach sein wird, wenn du den ganzen Tag Kaffee oder Tee trinkst.

Aber was bleib dann noch? Es gibt ein paar natürliche Muntermacher, die dich fit machen, ohne deinen Körper oder den deines Babys zu belasten:

Frisch gepresster Orangensaft

Der hohe Vitamin-C-Gehalt ist ein echter Energiebooster, der darüber hinaus großartig schmeckt. Manche Babys reagieren mit Wundsein auf Orangensaftgenuss der Mutter. Probiere es einfach aus, Klein R. hatte nie Probleme damit. Und als sie alt genug war, gab es nichts Besseres für sie als von Mamas O-Saft zu probieren. Wenn du morgens nicht erst einmal in der Küche stehen und Orangen pressen willst, schau dich auf deiner morgendlichen Runde nach Cafés oder Supermärkten mit frisch gepresstem Orangensaft um.

Heiße Zitrone

Ein Erkältungsgetränk? Ja und nein. Ähnlich wie die Orange versorgt dich auch die Zitrone mit ordentlich Vitamin C und das warme Wasser kurbelt deinen Stoffwechsel an. Während Kaffee den Körper gleich morgens übersäuert, wirkt Zitronenwasser basisch – auch wenn die Zitrone selbst sauer ist. So schaffst du gleich morgens ein basisches Milieu in deinem Körper und bist so fitter und wacher.

Gib dein Baby regelmäßig ab

Wenn der Papa nach Hause kommt, ist er sicherlich auch müde von der Arbeit. Aber ganz ehrlich: Ich finde es im Büro oder Homeoffice wesentlich entspannter, als wenn ich mich den ganzen Tag alleine um das Baby kümmern muss! Deshalb führt unbedingt frühzeitig ein, dass der Papa dir abends das Baby abnimmt, bis es Schlafenszeit ist. Nutze die Zeit, um dich auszuruhen. Wenn möglich solltet ihr abends dann eher einfache Sachen wie klassisches Abendbrot oder einen schnellen Salat essen, damit du die wertvolle Freizeit nicht hinter dem Herd verschwendest. Es sei denn, dich entspannt das Kochen, dann ist es ideal für dich um abzuschalten!

Weiterhin solltest du frühzeitig Omas, Tanten, Geschwister und auch Freunde einspannen, sich um dein Baby zu kümmern. Selbst wenn eine Freundin einfach ein paar Runden mit deinem Baby um den Block geht, kannst du in dieser Zeit etwas Schlaf nachholen und Energie tanken. Und wenn du dein Baby früh an Fremdbetreuung gewöhnst, wird es damit auch auf lange Sicht weniger Probleme in der Tagespflege oder Kita haben.

Früh ins Bett

Ich weiß, du willst die kurze Zeit zwischen dem Ins-Bett-Bringen deines Babys und der eigenen Schlafenszeit für dich haben. Mir ging es auch so, dass ich möglichst lange wach blieb, um abends noch ein paar Dinge zu erledigen oder mal wieder gemeinsam mit dem Papa einen guten Film zu sehen. Allerdings blieb dann nur noch wenig Zeit, um Schlaf zu bekommen. Manchmal ging ich erst um Mitternacht ins Bett und Klein R. weckte mich ab diesem Zeitpunkt stündlich oder war ab 5 Uhr morgens putzmunter. Dass das tagsüber nicht gut gehen kann, merkte ich auch ziemlich schnell. Rechne grob mit mindestens sechs oder sieben Stunden Schlaf, die du brauchst, um am nächsten Tag einigermaßen fit zu sein, die Wachzeiten deines Babys musst du dabei natürlich berücksichtigen.

 

Familienbett ist Trumpf – meistens

Klein R. hat von Anfang an mit in meinem Bett geschlafen. Das hatte den großen Vorteil, dass ich sie zum Stillen einfach nur zu mir ziehen musste und wir sind beim Stillen beide wieder eingeschlafen. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte jedes Mal aufstehen müssen, um zu ihrem Bettchen zu gehen, sie herausheben, anlegen und irgendwann vorsichtig wieder zurücklegen müssen – ich wäre definitiv sehr viel müder gewesen am nächsten Tag! Manchmal will sie nachts aber auch einfach nur kuscheln und sobald ich meinen Arm um sie lege oder ihr das Köpfchen streichle, ist sie meist wieder eingeschlafen. Damit unser Baby nicht rausfallen konnte, haben wir ihr Bettchen einfach direkt neben mein Bett gestellt. Es gibt aber auch praktische Erweiterungen wie ein Beistellbett* oder einen Rausfallschutz*, damit dein Babys sicher neben dir schlafen kann.

Wir mussten das Familienbett allerdings nach einiger Zeit ein bisschen verändern: Ben schläft jetzt im Nebenzimmer in seinem eigenen Bett und ich mit Klein R. in meinem. Denn gerade zur Erkältungszeit schnarchten sowohl Papa als auch Baby um die Wette und ich bekam gar keinen Schlaf mehr. Übrigens auch eine Maßnahme, die ich für mehr Schlaf empfehlen kann!

Und ansonsten? Zähne zusammenbeißen

Ja, das sagt sich so leicht, aber ich verspreche dir: Irgendwann bekommst du wieder mehr Schlaf. Du wirst die nächsten Jahre vermutlich weniger Schlaf bekommen, als zu Zeiten bevor dein Baby da war. Aber die meisten Babys wollen irgendwann nachts nicht mehr so oft an die Brust oder die Flasche. Klein R. gehört leider zu der Sorte Kinder, die auch mit über einem Jahr noch mindestens zwei Mal die Nacht wach werden. Aber oft plagen sie Zähne, der x-te Schnupfen, den sie aus der Kita mitgebracht hat oder sie will einfach nur Nähe. Und solange das so ist, schläft sie bei mir im Bett, damit wir beide mehr Schlaf bekommen.

 

Was hilft dir, trotzt Schlafmangel gut durch den Tag zu kommen? Setzt du auf Muntermacher oder legst du dich tagsüber auch manchmal zu deinem Baby dazu? Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

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