So findet dein Baby gut in den Schlaf

Baby einschlafenSchuckeln, Stillen, Singen – es gibt beim Thema Einschlafen wohl ähnlich viele Methoden für dein Baby, wie es Kinderwagenmodelle oder Breisorten gibt. Manche Babys lassen sich einfach in ihr Bettchen legen und kurz danach klappen die Augen zu. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich kenne irgendwie nur Babys, bei denen das meistens anders läuft. Da laufen Mama und Papa im Kinderzimmer auf und ab, singen, schmusen, streicheln oder stecken den Schnuller immer wieder zurück, bis das Baby endlich eingeschlafen ist. Oder es werden durchchoreografierte Wiegeabfolgen eingeübt, die jedes Mal gleich ausgeführt werden müssen – und natürlich nur mit dem angeschalteten Nachtlicht und dem immer gleichen Schlaflied, dass dir wahrscheinlich schon zu den Ohren raushängt.

Damit das Einschlafen am Abend für dich und dein Baby ein bisschen leichter wird, habe ich ein paar Punkte aufgeschrieben, die Klein R. bis heute helfen, leicht, schnell und (meistens) ohne Schreien ins Traumland zu gleiten.

Eine angenehme Schlafumgebung schaffen

Genau wie du möchte auch dein Baby es im Bett schön kuschelig haben. Am allerliebsten würde es gerade in den ersten Monaten wohl ganz nah bei dir liegen – oder direkt auf dir drauf. Klein R. hat mich die ersten Wochen quasi ununterbrochen auf meinem Arm oder im Tragetuch begleitet. Auch abends. Irgendwann entwickelte sie dann aber so etwas wie einen Rhythmus und ich wollte sie abends lieber an einem ruhigen Ort wissen, der nicht von allerlei Alltagsgeräuschen gestört wird. Bis heute schläft Klein R. bei mir im Bett. Ich mag unser kleines Familienbett und ich bin überzeugt, dass ich dadurch mehr Schlaf bekomme.

Neben den üblichen Sicherheitsvorkehrungen wie einem leichten Schlafsack, einer festen Matratze und keinen dicken Kissen, Decken und Kuscheltieren in der Nähe, war uns auch die Verdunkelung wichtig. Besonders in den Sommermonaten ist es hier im Norden ja gerne mal bis 22 Uhr hell. Und Tageslicht kann den Schlaf definitiv beeinflussen. Wir haben deshalb das Schlafzimmer mit Verdunklungsrollos ausgestattet, die effektiv und schnell aus einem taghellen Raum eine gemütliche, dunkle Schlafhöhle machen. Eine breite Auswahl findest du zum Beispiel im Velux Shop oder auch bei Amazon*.

Weiterhin ist die Heizung abgedreht und das Fenster steht immer einen Spalt offen – auch im Winter. Denn wer schläft schon gern in trockener Heizungsluft? Und sicherer ist es für dein Baby auch, denn so kann die Luft im Zimmer sich schwerer erhitzen und es findet ein reger Sauerstoffaustausch statt.

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Ein schönes Schlafritual entwickeln

Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir das perfekte Schlafritual für uns gefunden hatten. Erst wollte ein geeignetes Schlaflied gefunden werden. Wir sind nicht gläubig und fanden es richtig schwer, ein einfaches Liedchen zu finden, das nicht Sätze wie „Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt…“ enthält. Wer denkt sich solche Doppeldeutigkeiten für Kinderlieder eigentlich aus?

Dann galt es, einen Ablauf für das Zubettgehen zu finden, der Klein R. schon mal signalisiert: Jetzt geht’s gleich in die Falle, ich kann ja schon mal müde werden. Ich wollte, dass Sie diesen Ablauf mit etwas Schönem, Gemütlichem verbindet und nicht mit einem Kampf mit den Augenlidern. Bei uns läuft es so ab: Nach dem Abendessen und eventuellem Baden (je nach Verschmutzungsgrad des Kindes) räumen wir gemeinsam das Wohnzimmer auf und singen dabei ein selbst erfundenes Aufräumlied. Ja, das ist albern. Aber wir erhoffen uns dadurch, dass das Aufräumen auch für unseren Nachwuchs einfach irgendwann zum Abendprogramm gehört. Und außerdem ist es dann schon einmal aufgeräumt, wenn wir zurück ins Wohnzimmer kommen, wenn Klein R. eingeschlummert ist. Nach dem Aufräumen gehen wir singend weiter in das Schlafzimmer. Klein R. wird noch einmal gewickelt und wenn sie noch keinen Schlafanzug anhatte, kommt der spätestens jetzt zum Einsatz. Dann noch Zähne putzen (eben sobald die ersten Zähnchen da sind) und dann legt der Papa Klein R. ins Bett und ich mich dazu. Und dann wird in den Schlaf gestillt oder die Flasche gegeben. Und dabei leise unser Einschlaflied gesummt.

Ja, es gibt viele, die sagen, dass Babys und Kinder am besten ohne Hilfsmittel einschlafen sollen. Aber ich finde, das solltest du selbst entscheiden. Bei uns geht das Einschlafen so sehr schnell und friedlich. Wenn ich einmal abstillen möchte, müssen wir das Ritual eben anpassen. Auch in den Schlaf schuckeln half bei uns, wenn Klein R. vor lauter Schnupfen, Blähungen, Zahnschmerzen oder Aufregung schlecht in den Schlaf fand. Wichtig ist, dass ihr euch mit eurem Ritual wohl fühlt. Von dem berühmt-berüchtigten Schreien lassen (also das Baby im Schlafzimmer schreiend alleine zu lassen, bis es eingeschlafen ist, auch Ferbern genannt) halte ich persönlich nichts. Aber auch das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Angenehme Schlafkleidung wählen

Meine Hebamme sagte mir immer wieder: Es sind schon Babys an Überhitzung gestorben, aber ihr ist kein Fall bekannt, dass ein Baby im Schlafzimmer erfroren wäre. Außerdem würden Babys Hitze nicht spüren. Wenn ihnen kalt ist, würden sie eher aufwachen und sich bemerkbar machen. Deshalb ziehen wir Klein R. bis heute nur das Nötigste zum Schlafen an. Body, gemütlicher Schlafanzug und darüber ein ärmelloser mitteldicker Schlafsack. Im Winter war der Body langärmelig, weil es im Schlafzimmer durch das offene Fenster schon recht frisch werden konnte. Im Sommer schlief sie bei großer Hitze manchmal sogar nur in einer Windel oder im Body. Je nach Außentemperatur kannst du Schichten weglassen oder dazu nehmen. Ich finde außerdem wichtig, dass der Schlafanzug nicht zu eng ist, damit keine Gummibündchen einschneiden oder auf den Bauch drücken. Letztendlich kannst du immer ein bisschen von dir selbst ausgehen: Wie muss deine Schlafumgebung sein, damit du gut einschlafen kannst? In den allermeisten Fällen haben dein Baby und du da wahrscheinlich einen sehr ähnlichen Geschmack!

Dieser Artikel entstand in freundlicher Kooperation mit Velux.

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