Mompreneur im Interview: Maggie von wearetheladies.de

Ein neues Mompreneur-Interview steht schon länger auf meiner Agenda. Umso mehr freue ich mich, dir heute Maggies Gedanken rund um ihr Blog-Business wearetheladies.de vorzustellen. Als Maggie ihren Blog gelauncht hat, war sie selbst noch gar nicht Mutter und hat auf ihrer Webseite einfach und übersichtlich aufgeschlüsselt, was frau zum Thema Natürliche Verhütung wissen muss. Inzwischen bereichert eine kleine Tochter das Leben der Bloggerin – die übrigens nicht entstanden ist, weil die Methode der natürlichen Verhütung nicht funktioniert hat!

Im Interview erzählt Maggie, wie sie zu ihrem Blog rund um das Thema natürliche Verhütung kam, ob sie damit auch Geld verdienen kann und wie sie ihren neuen Alltag als Mompreneur stemmt.

Mompreneur Interview: Eigenes Business mit Blog rund um natürliche Verhütung
Aneta Pawlik

 1. Liebe Maggie, du betreibst die Website wearetheladies.de. Wie kam dir die Idee dazu?

Ich habe als freiberufliche Journalistin gearbeitet, war aber schon lange nicht mehr glücklich damit. Mir hat einfach der Sinn in meiner Tätigkeit gefehlt, habe ich doch nur über belangloses Zeug geschrieben. Als ich vor über zwei Jahren nach Wien gezogen bin, habe ich dies auch als beruflichen Neustart genutzt. Ich habe viele Blogs gelesen, die sich damit beschäftigen, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Da ich weiterhin gern schreiben wollte, kam mir die Idee selbst einen Blog ins Leben zu rufen. Das Thema natürliche Verhütung stand relativ schnell fest, nachdem ich folgenden Tipp von einem Blogger bekam: „Überlege Dir, vor welchem Problem Du mal standest und wie Du es gelöst hast. Vielleicht haben auch andere das gleiche Problem und suchen nach einer Lösung“. Da hat es sofort Klick gemacht: Ich selbst habe drei Jahre zuvor nach einer hormonfreien Verhütungsmethode gesucht und mich nach und nach in die symptothermale Methode eingearbeitet. Dass andere ebenfalls auf der Suche nach einer Alternative zur Pille und Spirale sind, haben mir die vielen Anfragen aus meinem Freundeskreis deutlich gemacht.

2. Verdienst du mit Deinem Blog Geld und wenn ja wie?

Ja. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich mit meinem Blog Geld verdienen möchte. Es sollte eben mein „richtiger“, neuer Beruf werden. Daher habe ich viel Zeit und auch ein wenig Geld investiert, um den Blog entsprechend aufzubauen. Ich habe einen Online-Kurs belegt, viele eBooks und Blogs gelesen und meine HTML-Kenntnisse auf Vordermann gebracht. Ich habe verschiedene Einnahmequellen: Affiliate Links, meine eigenen digitalen Produkte (drei eBooks und ein eKurs) sowie Gastartikel, die ich für Unternehmen bzw. andere Blogs schreibe.

3. Wie lange hat es gedauert, bis du nennenswerte Einnahmen erzielt hast?

„Nennenswert“ ist natürlich sehr individuell: Ich habe jedes Quartal Kassensturz gemacht und mich von mal zu mal gesteigert. Mittlerweile – nach einem Jahr – bin ich fast dort angekommen, wo ich hinwollte – allerdings werde ich noch Steuer- und Versicherungsnachzahlungen haben, daher kann ich es noch nicht komplett einschätzen.

4. Wie viel Zeit pro Woche investierst du durchschnittlich in deinen Blog?

Mein Blog ist mein Vollzeit-Job. Ich mache nebenbei nichts anderes (mehr). Doch eine Stundenzahl kann ich gar nicht angeben, denn es ist von Tag zu Tag anders. Mal arbeite ich 6 Stunden am Stück, mal nur eine. Manchmal beantworte ich unterwegs oder spät abends noch Mails, manchmal arbeite ich am Wochenende. Ich habe keinen festen Arbeitsplan und kein festes Arbeitspensum und sehe das als einen weiteren Vorteil der Selbstständigkeit, gerade jetzt mit Kind.

5. Als wie wichtig bewertest du Social Media für deinen Erfolg?

Für mich war und ist Facebook unheimlich wichtig. Ich bin dort in einer Austauschgruppe über natürliche Verhütung sehr aktiv und erziele so viel Traffic. Twitter hingegen bringt mir leider gar nichts. Auch über Instagram kommen neue Leserinnen auf meine Website – hier hatte ich am ersten Tag so viele Follower wie im ganzen Jahr bei Twitter nicht …

Mompreneur Maggie weartheladies.de - natürliche Verhütung
Venia Peuker

6. Du bist vor Kurzem Mama geworden. Wie bringst Du Deinen Baby-Alltag und das Bloggen unter einen Hut?

Während ich diese Zeilen hier tippe, sitze ich mit der schlafenden Rubi in der Trage auf dem Hüpfball 😉 So kann ich momentan am besten arbeiten, denn sie schläft leider nicht mehr – so wie in den ersten 4 Lebenswochen – überall. Noch habe ich allerdings keinen Rhythmus gefunden, ich arbeite immer dann, wann ich Lust und Zeit dazu habe. Mit dem Smartphone kann ich schnell mal eine E-Mail beantworten oder einen Fb bzw. Instagram-Post machen, aber einen wöchentlichen Blog-Artikel schaffe ich gerade nicht mehr, eher nur ein mal im Monat. Aber das finde ich okay, ich möchte mich gerade voll und ganz meiner Tochter widmen und freue mich, dass bald die Babykurse losgehen. Wenn ich nebenbei was schaffe, freue ich mich auch. Wenn nicht, ist das nicht schlimm, es gibt gerade einfach Wichtigeres 😉 Ab März hat mein Mann dann einen freien Tag pro Woche, an dem ich meinen festen Arbeitstag einplanen kann.

7. Hast du Mompreneur-Vorbilder?

Hm, also ich habe zwei Bloggerinnen-Vorbilder, die aber beide keine Mamas sind: Carina von Pink Compass bzw. Um 180 Grad und Tracy von The Love Vitamin. Jetzt als Mama liebe ich außerdem die Artikel auf Little Years sowie dem Hebammenblog von Jana.

8. Und was rätst du allen Mamas, die sich ein eigenes Business mit ihrem Blog aufbauen wollen?

Ich würde ihnen raten sich zunächst zu überlegen, ob mit dem Blog ernsthaft Geld verdient werden soll oder nicht. Ist Ersteres der Fall würde ich den Blog entsprechend aufbauen, also auch ruhig etwas Geld in die Hand nehmen und investieren. Wichtig ist ein gutes, spezielles Thema zu wählen, über das nicht alle anderen schon schreiben (Stichwort: Nische). Am besten etwas wählen, bei dem man aus seinem eigenen Erfahrungsschatz schöpfen und anderen mit dem gleichen Problem oder Bedürfnis weiterhelfen kann. Doch am Wichtigsten sind Spaß am Schreiben und am Thema selbst, Transparenz und Authentizität – ich würde meinen Leserinnen beispielsweise nie ein Produkt empfehlen, von dem ich nicht selbst 100 Prozent überzeugt bin oder eine Kooperation nur aus Geldgründen eingehen, obwohl der thematische Bezug fehlt (und glaub mir, man erhält viele kuriose Anfragen!).

 

Vielen Dank für das interessante Interview, liebe Maggie!

We are the Ladies findest du hier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*