Me-Time: Auszeit vom Baby-Alltag

Auszeit vom Baby-Alltag

Wir alle lieben unsere Babys. Wir möchten möglichst viel Zeit mit Ihnen verbringen, kuscheln, spielen, Quatsch machen oder sie einfach nur beobachten. Aber manchmal, da wünschen wir Mamas uns doch eine Auszeit, oder?

Aber selbst wenn Klein R. nicht von mir betreut wird, ist irgendwie immer was zu tun: Wäsche waschen, Wäsche wegräumen, Post sortieren, alles rund um meine Selbstständigkeit (Rechnungen schreiben, mit dem Steuerberater telefonieren, noch mal eben eine E-Mail beantworten etc.), irgendetwas wegräumen, Pfandflaschen wegbringen….die Liste ist endlos. Ständig habe ich das Gefühl, ich müsste die Zeit jetzt noch schnell nutzen, um etwas zu erledigen. Allzu oft schießt mir der Satz „Hört es denn eigentlich nie auf?“ in den Kopf.

Was dabei wirklich auf der Strecke bleibt, ist Zeit nur für mich. Für mich ganz allein. Es gibt nur ganz wenige, kostbare Momente, in denen ich mich irgendwo alleine hinsetze, in Ruhe eine Tasse Kaffee oder Tee trinke, aus dem Fenster starre und ansonsten nichts tue. Noch seltener gelingt es mir dabei, die Gedanken abzuschalten, die um die nächste Aufgabe kreisen oder Fragen wie „Was essen wir noch mal heute Abend?“ (wie wir diese Frage ein für alle Mal eliminiert haben, kannst du hier nachlesen) oder „Ist der Trockner schon fertig?“.

Dabei sind gerade diese kleinen Auszeiten vom Alltag so wichtig! Wenn ich mir bewusst diese Zeit nehme, reichen manchmal schon 30 Minuten und ich bin danach deutlich erholter und entspannter. Um öfter in diesen Zustand zu kommen, wende ich inzwischen folgende Methoden an:

1. Zeit freischaufeln

Ich versuche immer wieder ganz bewusst, Zeiten, in denen Klein R. nicht bei mir ist, nicht sofort wieder voll für andere Dinge zu verplanen. Das fällt mir manchmal wirklich schwer, vor allem, wenn meine To Do-Liste wieder ellenlang ist. Aber es nützt ja nichts, wenn ich eigentlich mal eine Pause bräuchte und mir dann wieder neue Aufgaben in die freie Zeit schaufele. Klingt vielleicht komisch, aber ich trage mir die Me-Time ganz bewusst in den Kalender ein. Denn da schaue ich eh ständig rein und ich möchte die Zeit für mich als genauso wichtig behandeln wie andere Termine.

2. Ablenkungen entfernen

Mein Handy ist für mich das wichtigste Utensil. Egal ob Termine, E-Mails, Fotos, Telefonate, WhatsApp, News, Social Media, das Wetter, Online-Banking… Ich mache eigentlich alles über mein Handy, es ist quasi mein zweites Gehirn. Deshalb schlepp ich es auch immer und überall mit mir herum. Für meine Me-Time schalte ich es aus. Oder zumindest lautlos und lege es in eine Schublade und gehe in ein anderes Zimmer. Auch das Radio muss jetzt stumm sein. Gute, ausgewählte Musik darf dagegen spielen. Aber bitte ohne Gequatsche zwischendurch.

3. Dem Umfeld deine Termine für Me-Time mitteilen

Wenn ihr einen Familienkalender habt, kannst du deine Me-Time auch direkt hier eintragen. Dann wissen alle bei euch zu Hause (zumindest alle, die lesen können!), dass jetzt keine Störungen erwünscht sind. Nur im allergrößten Notfall. Und ein Anruf für dich ist kein Notfall. Auch spontaner Besuch eines Nachbarn an der Tür nicht.

4. Rituale für die Me-Time entwickeln

Rituale geben Sicherheit und entspannen. Was machst du am liebsten, wenn du dich entspannen willst? Ein gutes Buch lesen, dabei eine Tasse Tee trinken? Ein Nickerchen halten? Oder spazieren gehen? Oder ein entspannendes Bad mit extra viel Schaum? Wichtig ist nur, dass das Ritual für dich so schön wie möglich wird. Richte den Platz zum Lesen besonders gemütlich her, mache eine kleine Teezeremonie oder schäume dir für deinen Kaffee heiße Milch auf und verziere ihn mit Kakaopulver. Du weißt sicher, was ich meine. Jetzt geht es nur um dich und du sollst dich wie deinen besten Gast behandeln. Immer wieder, für jede einzelne Me-Time.

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Wie schaffst du dir Auszeiten vom Baby-Alltag? Hast du bestimmte Rituale? Und wie oft planst du Me-Time ein? Ab damit in die Kommentare!

8 Gedanken zu “Me-Time: Auszeit vom Baby-Alltag

  1. Hallo Marike!
    Du sprichst mir aus der Seele. In kenne das nur zu gut, dass ich ständig am rotieren bin und kaum Zeit für mich hab. Oder sagen wir mal so… mich macht es schon glücklich, wenn ich in Ruhe Hausarbeiten erledigen kann, ohne ständig unterbrochen zu werden. Klingt irgendwie traurig, oder? Meine Kinder sind jetzt 2,5 und fast 5 Jahre alt. Und schon langsam gönne ich mir (wenn auch sehr selten) Auszeiten die u.a. auch etwas länger als 30 Minuten dauern. Im Juni zB fliege ich mit meiner Freundin für 3 Tage nach Berlin. Mein Mann bleibt bei den kids. Oder ich geh mal mit einer Freundin ins Kino, frühstücken etc… Die tägliche Auszeit sieht meist so aus, das ich etwa 15 Minuten in Ruhe Kaffee trinke und nebenbei eine Zeitschrift durchblättere etc. Aber so richtig abschalten fällt mir schwer, ausser ich hab länger Zeit als nur ein paar Minuten.
    Alles Liebe, Manuela

    1. Liebe Manuela,
      hab vielen Dank für deine Gedanken zu dem Thema! Ich finde es schön und richtig, dass du dir auch längere Auszeiten gönnst. Das ist nicht selbstverständlich, auch, dass dein Mann so lange einspringt. Momentan, wo Klein R. noch so klein ist, sind drei Tage in einer anderen Stadt für mich noch nicht vorstellbar. Ich glaube aber ja, Vater und Tochter würden das sogar ganz gut hinbekommen, nur ich schaff es noch nicht 😉 Auf jeden Fall wünsche ich dir jetzt schon viel Spaß in Berlin (ist meine Heimatstadt :).

      Meine tägliche Auszeit ähnelt deiner sehr. Schlimm finde ich immer nur, dass ich mich sehr anstrengen muss, währendessen nicht schon an die nächste Aufgabe nach meiner Me-Time zu denken….

      Liebe Grüße nach Österreich!
      Marike

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