4 Tipps für die Kita Eingewöhnung

Die Kita Eingewöhnung ist ein Kapitel für sich. Wenn deine Elternzeit sich gerade dem Ende neigt, wird es wahrscheinlich bald so weit sein: Deinem Baby oder Kleinkind steht die Eingewöhnung bevor! Wahrscheinlich machst du dir Gedanken, ob es deinem kleinen Schatz gut gehen wird, ob die Trennung von dir mit Tränen verbunden sein wird und ob die Einrichtung wirklich die beste Wahl war (sofern du überhaupt eine Auswahl hattest!). Aber sei dir gewiss: So geht es fast allen Eltern! Auch wir waren vor der Eingewöhnung von Klein R. sehr aufgeregt. Letztendlich hat sie es super gemeistert und ja, es flossen auch ein paar Tränen – nicht nur bei unserer Tochter! Aber schließlich ist es auch die erste richtige Trennung von deinem Kind. Es ist nun ein Kitakind!

Durch einen Umzug und einen weiteren Kitawechsel haben wir insgesamt schon drei Eingewöhnungen durchgestanden. Ich spreche also aus Erfahrung, wenn ich dir hier meine Tipps präsentiere, wie die Eingewöhnung in der Kita für euch alle relativ entspannt werden kann.

Kita Eingewöhnung Tipps

1. Früher mit der Kita Eingewöhnung starten

Normalerweise setzen die meisten Kitas nur drei oder vier Wochen für die Eingewöhnung an. Ich finde diesen Zeitraum aber für ein kleines Kind viel zu kurz. Denn diese Zeit wird oft eh noch einmal kürzer, wenn die Kitaviren deinen Nachwuchs außer Gefecht setzen. Und das passiert während der Eingewöhnung sehr häufig.

In der Krippe gib es Erreger, denen dein Kind noch nie ausgesetzt war (und das ist auch gut so! Stichwort: Stärkung der Immunabwehr!). Trotzdem bleiben bei einer Woche Krankheit nur noch zwei oder drei Wochen für die Eingewöhnung übrig. Und wenn man bedenkt, was für eine große Umstellung der Kita-Alltag für die Kleinen ist, sollten sie doch ausreichend Zeit haben, um nach und nach länger in der Krippe zu bleiben und sich wohlzufühlen. Ich weiß, dass das nicht immer und jedem möglich ist, aber wenn doch: Startet zwei oder drei Wochen früher mit der Eingewöhnung und nutzt die längere Zeit für ein gemeinsames Herantasten an den Kita-Alltag.

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Wir haben Klein R. beim ersten Mal insgesamt fast sechs Wochen eingewöhnt. Jeden Tag wurde die Zeit, die sie in der Kita blieb, ein wenig länger. Der erste Meilenstein war, dass sie mit den anderen Kindern Mittag aß, ein paar Wochen später erst schlief sie mittags auch da. Natürlich ist auch hier jedes Kind anders und manch einer ist nach zwei Wochen schon voll in den Alltag in der Krippe integriert. Aber manche brauchen eben auch länger.

2. Sonstige Aufregung während der Kita Eingewöhnung vermeiden

Klein R. war während der Eingewöhnungszeit sehr oft sehr müde und anhänglich. Kein Wunder, sie musste sich das erste Mal so richtig von Mama und Papa trennen und es gab jede Menge Neues zu entdecken! Wir haben versucht, darauf Rücksicht zu nehmen:

  • An Wochentagen gab es nachmittags kein großes Programm mehr
  • Der Morgen wurde möglichst ruhig gestaltet, damit nicht schon vor der Kita große Hektik aufkommt
  • An den Wochenenden gab es nicht mehr als ein größeres Event wie Freunde treffen oder in den Zoo gehen, damit Ruhe einkehren kann

3. Mit den Erzieherinnen sprechen

Nach jedem Kitatag erzählte mir die Erzieherin, wie es Klein R. ging, was sie gemacht hat, was ihr gefallen hat und warum sie vielleicht geweint hat. Das half mir, den Rest des Tages auf ihre Laune Rücksicht zu nehmen. Und ich konnte dabei viel lernen. So erfuhr ich von neuen Lieblingsgerichten (Nudeln mit Tomatensauce! Brokkolicremesuppe! Rotkohl!) und Spielmöglichkeiten. Umgekehrt konnte ich auch meine Sorgen los werden: Schläft sie ausreichend? Isst sie genug? Ist sie in die Gruppe integriert?

4. Vorher den Fahrplan für die Kita Eingewöhnung erfragen

Nach unserem Umzug sind wir mit der ersten Kita in der neuen Stadt ganz schön auf die Nase gefallen. Es wurde eingangs zwar das Berliner Eingewöhnungsmodell erwähnt, was wir auch schon aus der alten Kita kannten. Die Eingewöhnung wurde aber schließlich ganz anders umgesetzt. Jetzt bin ich um einiges schlauer und würde in jeder neuen Einrichtung nach dem genauen Fahrplan für die Kita Eingewöhnung fragen. Hier ein paar Beispiele für Fragen, die du vorab stellen könntest (am besten schon bei der Besichtigung der Kita):

  • Wie viel Zeit wird insgesamt für die Eingewöhnung angesetzt?
  • Wie lange bleiben Mama und Papa mit dabei?
  • Wie viele Kinder werden gleichzeitig eingewöhnt?
  • Welche Ausrüstung braucht mein Kind während der Eingewöhnung und danach?
  • Wie lange wird gewartet die Eltern anzurufen, wenn das Kind schreit?

 

Welche Sorgen und Ängste hast du vor der Eingewöhnung in der Kita oder Krippe? Oder welche Tipps hast du noch auf Lager, falls ihr die Eingewöhnung schon gemeistert habt? Ich freue mich über deinen Kommentar!

4 Gedanken zu “4 Tipps für die Kita Eingewöhnung

  1. Danke für diese Tipps! Bin schon etwas nervös und in meinem Bauch rumort es gewaltig wenn ich daran denke, dass es bei uns auch bald los geht, weil S. 3 wird…Sie war immer nur mit mir zusammen, als Einzelkind, habe daher 2 Monate für die Eingewöhnung eingeplant. Damit versuche ich Druck aus der Situation rauszunehmen. Dennoch ist es für mich schwer. Ich möchte nicht dass sie unter der Trennung leidet und weiß dass das nicht vermeidbar ist…

    1. Liebe Pia,

      Deine Bedenken und Sorgen kann ich sehr gut nachvollziehen! Mir ging es ganz ähnlich wie dir! Aber super, dass du zwei Monate eingeplant hast, dann wird es für euch alle entspannter!

      Ich drücke die Daumen! Auch wenn es nicht leicht ist, es wird am Ende bestimmt alles gut klappen und deine Tochter wird einen gewaltigen Schritt nach vorne machen – und dich als Mama trotzdem noch genau so brauchen wir vorher 🙂

      Liebe Grüße!
      Marike

    1. Oh je, hat sich eure Kleine nicht wohlgefühlt? Aber schön, dass ihr für eure Tochter nun etwas sucht, das für euch besser passt. Man muss ja auch ein gutes Gefühl dabei haben, wenn man sein Kind in fremde Hände gibt.

      Viel Erfolg euch und alles Gute!
      Marike

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