Mompreneur-Interview: Bloggerin Leonie von Minimenschlein.de

Geld verdienen im Internet? Gibt man diesen Satz bei Google ein, erscheinen Tausende von Suchergebnissen, die in den meisten Fällen mehr als dubios wirken. Aber es gibt sie wirklich: Die Mompreneure, die mit ihrer eigenen Idee im Netz Geld verdienen. Dieses Interview legt den Grundstein für eine neue Serie auf Baby oh Baby: die Mompreneur-Interviews! Ich habe dir schon Ideen für dein eigenes Business als Mompreneur vorgestellt und wie du deinen Job an deine Familie anpassen kannst, um flexibler und unabhängiger vom gewöhnlichen 9-to-5-Rhythmus zu werden. Was ich aber immer am interessantesten finde, sind reale Beispiele für erfolgreiche Mompreneure! Und deshalb gibt es ab heute immer mal wieder ein Interview mit einer Mama, die mit ihrer Idee erfolgreich durchgestartet ist.

Den Anfang macht Leonie. Sie hat den Blog Minimenschlein.de gegründet und betreibt ihn nun hauptberuflich.

Geld verdienen mit Blog

Interview mit Leonie von Minimenschlein.de

Liebe Leonie, seit wann betreibst du deinen Blog minimenschlein.de und wie kam es dazu?

Den Blog gibt es seit Dezember 2014. Wobei ich MiniMenschlein.de erst im Januar 2015 ganz aktiv bespielt habe. Ursprünglich dachte ich an einen Ernährungsblog mit 5 Minuten Rezepten für gestresste Mamis wie mich, die ihre Kinder auch mit wenig Zeit gesund bekochen mögen. Weil meine eigenen Interessen aber ja weit übers Kochen hinausgehen, habe ich prompt die Themen erweitert.

Wie sieht dein Alltag als Mompreneur aus?

Am Morgen trinke ich meinen Kaffee im Bett, den bringt mir immer mein Mann. Das hat sich vor vielen Jahren so eingebürgert und ist bis heute so. Er kümmert sich dann um die Brotdosen der Kinder und ums Frühstück, ich mache dann mich und die Kleine fertig, damit wir zur Spielgruppe gehen können. Meine Große ist schon 12 Jahre alt und somit komplett selbstständig.

Gegen 9 Uhr breche ich mit der Kleinen zur Spielgruppe auf. Um 12 muss ich sie dort auch schon wieder abholen, dann koche ich, lege die Kleine hin, esse mit der Großen, lerne mit ihr für die Schule und wenn ich Glück habe, kann ich auch noch ein bisschen an den Computer und mich um Korrespondenz kümmern. Am Nachmittag gehen wir auf den Spielplatz oder bei uns in den Sandkasten und am Abend koche ich dann nochmals. Wenn mein Mann von der Arbeit kommt, sitzen wir also alle zusammen am Tisch und haben Zeit, den Tag gemeinsam mit den Kindern Revue passieren zu lassen. Wenn die Kids im Bett sind, geht’s wieder an den Computer. Dann beginnt meine eigentliche Schreibarbeit.

Welche Schwierigkeiten gibt es in deiner täglichen Arbeit?

Die größte Schwierigkeit ist tatsächlich der fehlende Kita-Platz. Das ist eine immense Belastung. Ich arbeite etwa 40 Stunden in der Woche. Also Vollzeit. Allerdings ist mein MiniMenschlein nur stundenweise betreut, so dass sich bei mir viel Arbeit in die Abende und Nächte verlagert. Und in die Wochenenden. Seit letzter Woche wissen wir aber: Wir haben einen Platz, im August 2016. Wir sind nachgerückt und sehr sehr dankbar!

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Und was sind für dich die unschlagbaren Vorteile deiner Selbstständigkeit?

Ich bin schon seit 2003 selbstständig, und ich kann mir gar nichts anderes mehr vorstellen. Es gibt viele viele Nachteile, aber für mich überwiegen ganz klar die Vorteile. Ich kann immerzu für meine Kinder da sein, weil ich mir die Uhrzeiten, an denen ich arbeite, aussuche und einteile. Ich kann von zuhause aus arbeiten, was ich liebe! Und ich bin ohnehin super gerne zuhause und es ist ein großes Glück für mich, hier arbeiten zu dürfen.

Welche Tools nutzt du täglich, wenn du dich an die Arbeit machst?

Mein wichtigstes Arbeitsgerät sind meine Hände! Ich bin Redakteurin und arbeite nun als Bloggerin und Autorin – wenn ich nicht schreibe, verdiene ich kein Geld. Super wichtig ist auch mein iPhone*, danach kommen MacBook* und Systemkamera. Mit dem iPhone bespiele ich alle Social Media Kanäle, mit dem MacBook bearbeite ich Fotos, schreibe meine Texte und kümmere mich um den Blog. Und die Kamera hält alles fest.

Wie schaffst du es, zwischen Arbeit, Haushalt und Kindern den Überblick zu bewahren und zwischendurch auch mal runterzukommen?

Öhm, gar nicht. Also nein, das gelingt mir irgendwie nicht. Ich liebe es, in der Badewanne zu sein. Das entspannt mich an vielen Abenden doch sehr. Für Sport habe ich momentan keine Zeit, das war letzten Frühling noch einfacher. Da hatte ich einfach noch nicht so viel Arbeit mit dem Blog. Momentan komme ich zu kurz. Aber das wird sich auch wieder ändern.

Der Traum vieler Blogger ist es, irgendwann auch einmal Geld mit dem eigenen Blog zu verdienen. Wie lange hat es bei dir nach Bloglaunch gedauert, bis die ersten Einnahmen kamen?

Ich hatte gehört, dass man einen langen Atem braucht. Meine erste bezahlte Kooperation hatte ich jedoch schon im Februar 2015. Also ziemlich kurz nach dem Launch. Ich glaube, es kommt auf den Look & Feel eines Blogs an, die Tatsache ob und wie man selbst vernetzt ist, und auf die Häufigkeit der Blogposts, der Social Media Kanäle und und und.

Seit nun einigen Monaten ist der Blog mein Hauptjob. Aber eben gleichermaßen auch ein Hobby. Das ist ganz wunderbar. Ich muss und möchte Kooperationen eingehen, weil diese einfach garantieren, dass ich den Blog überhaupt machen kann. Ich habe in den ersten Monaten alle Einnahmen wieder reinvestiert, viele Workshops, Konferenzen, BarCamps und Meet-ups besucht. Das hat mich wahnsinnig gut voran gebracht.

Kannst du inzwischen von dem Blog leben bzw. ersetzt er einen vollwertigen Beruf?

Ja, das tue ich. Er ersetzt finanziell noch nicht ganz, was ich vor der Schwangerschaft bei meinen Jobs fürs Fernsehen verdient habe, aber das wird kommen.

Seit Kurzem gibt es auch einen Shop auf deiner Seite – was gibt es da für deine Leser zu entdecken?

Ich hab eines Tages zu meiner Freundin Gitti gesagt: Ich wünsch mir ein weißes Shirt, dass einfach perfekt sitzt! Und sie sagte zu mir: Dann lass uns das machen! So in etwa entstand die Idee. Wir haben uns also auf dem Markt umgesehen und uns dann für zwei Modelle von Stanley & Stella entschieden. Weil wir da einfach wussten: Sie arbeiten verantwortungsvoll, sie produzieren nachhaltig, fair und umweltfreundlich und sie sind Mitglied in der FairWear Foundation. Und damit unsere Shirts auch ein Hingucker sind, haben wir ein MOMMY-Shirt mit pinkem Herz und ein Shirt für die Instagram-Mamas gemacht. Zu finden unter minimenschlein.de/shop

Was rätst du allen Mamas, die gerne ihr eigenes Business als Mompreneur aufbauen möchten?

Bevor ihr anfangt: Kümmert euch um die Betreuung eurer Kinder! Ich habe es falsch rum gemacht, weil ich dachte, der Blog läuft nebenbei und ich schaffe das schon irgendwie. Das mit „nebenbei“ war aber eben ein Trugschluss. Insofern würde ich beim nächsten Mal erst anfangen, wenn klar ist, dass mein Kind betreut ist. Auch wichtig: Ein Businessplan. Es ist anfangs wichtig zu sehen, was man verdienen muss, um die Fixkosten als Selbstständige wie Krankenkasse und dem ganzen PiPaPo wieder drin zu haben.

Wo siehst du dich und dein Business in 5 Jahren?

Das ist eine gute Frage, die stelle ich mir auch oft. Die Zeit hat sich bei mir immer um alles gekümmert. Ich habe viele Ideen. Was es am Ende wird, regelt also die Zeit für mich.

Welche anderen Momblogs liest du gern und regelmäßig? Und wer ist deine Lieblingsmom auf Instagram?

Oh ich habe viele Lieblingsmoms auf Instagram! Vorallem Janina (@janinchenvonw) und Katrin (@the_hackbarths). Katrin hat für meine Mommy-Shirts auch ein Logo entworfen. Wir sind immer gerne und rege in Kontakt. Ansonsten lese ich selbst am liebsten in der Badewanne verschiedene Blogs. Ich versuche, immer unterschiedliche Blogs zu lesen, aber toll finde ich PinkePankMama Mia, Me Supermom, Little Years, Oh Wunderbar, Elfenkind Berlin, A Lovely Journey und ach … ich könnte diese Liste unendlich fortsetzen!

 

Vielen Dank für das interessante Interview, liebe Leonie!

 

Hier findest du Leonie und alles rund um ihren Blog Minimenschlein.de

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Welche Apskete zum Thema Geld verdienen im Internet interessieren dich persönlich? Hast du auch einen Blog, den du gerne zu deinem Job machen würdest? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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