Mompreneur im Interview: Natalie von babybrei-selber-machen.de

Viele Mamas wollen ihrem Baby mit Beginn der Beikostzeit den Babybrei selber machen. Aber wo gibt es gute und einfache Babybrei Rezepte? Natalie hat mit ihrem Blog www.babybrei-selber-machen.de eine Anlaufstelle für alle geschaffen, die kreative Rezepte für Babybrei suchen. Neben den Klassikern wie Getreide Obst Brei gibt es hier auch exotische Zusammenstellungen wie Blumenkohl-Süßkartoffelbrei mit Dinkel sowie allgemeine Tipps zur Beikost. Während ihrer Elternzeit hat Natalie nicht nur den Blog aufgebaut, sondern kürzlich auch noch ein Ebook veröffentlicht: Babybrei selber machen. Schnell einfach und gesund*.

Im Mompreneur-Interview erzählt sie, wie sie auf ihre Rezepte kommt und ihren Mama-Alltag mit ihrem Blog-Business vereinbart.

Babybrei selber machen

1. Liebe Natalie, du hast die Webseite babybrei-selber-machen.de ins Leben gerufen. Wie kam es dazu?

Ich bin selbständig und erstelle für meine Kunden unter anderem Websites, berate sie in Social Media Themen und arbeite als freiberufliche Projektmanagerin für Online Projekt in Agenturen. Eigentlich wollte ich während der Elternzeit einfach ein bisschen im Thema bleiben und habe eher aus Spaß die Website erstellt. Da ich täglich mit dem Internet arbeite, habe ich dort natürlich als erstes nach Breirezepten gesucht. Ich fand die Webseiten und Blogs aber häufig nicht informativ oder ansprechend genug. Immer wenn mein Sohn dann im Tragetuch geschlafen hat, habe ich daran weiter gearbeitet. Es hat mir einfach Spaß gemacht, nach sechs Monaten Pause wieder am Computer zu arbeiten. Ich war dann sehr erstaunt, als ich eher zufällig nach ein paar Wochen die Besuchszahlen der Website angeschaut habe. Der Bedarf an Breirezepten und Tipps zur Beikost war definitiv da und ich habe den Blog dann nach und nach ausgebaut und optimiert.

2. Wie kommst du auf die Breirezepte?

Viele Rezepte habe ich schon für meinen Sohn ausprobiert. Ich koche für meinen Mann und mich auch immer frisch und abwechslungsreich. Es war für mich wichtig, das auch für meinen Sohn zu tun. Viele Gerichte für Erwachsene lassen sich als Babybrei abwandeln, wie zum Beispiel „Spaghetti Bolognese“. Für den Babybrei nimmt man einfach kleine Buchstabennudeln, Tomaten (Achtung, nur wenige Tomaten verwenden, da diese sehr säurehaltig und schwer verdaulich sind), Karotten und mageres Rinderhackfleisch.

3. Wie schnell haben sich Leser auf deiner Seite eingefunden?

Die ersten Leser habe ich innerhalb von ein paar Wochen durch gutes SEO (Suchmaschinenoptimierung) bekommen, ohne Werbung für die Website zu machen. Später haben ich dann auch eine eigene Facebook-Seite und einen Instagram– und YouTube-Kanal erstellt. Viele Leser bekomme ich auch dadurch, dass ich in verschiedenen Beikost-Gruppen auf Facebook sehr aktiv bin und Mamas dort mit Ihren Fragen weiter helfe.

4. Bekommst du viel Feedback von deinen Lesern?
Naja, das ist ja immer Auslegungssache wie viel „viel“ ist ☺ Ich denke für die Anzahl der Leser ist es eher noch wenig – wenn dann ist das Feedback aber immer positiv, was mich sehr freut und ermutig, weiter zu machen. Häufig bekomme ich auch Fragen zum Thema „Babybrei“ und „Beikost“, die ich versuche, so gut wie möglich zu beantworten. Ich habe auch eine Fernausbildung zur Ernährungsberaterin bei der SGD gemacht. Das hilft mir sehr dabei. Trotzdem ist es manchmal schwierig, die Fragen zu beantworten, da einfach jedes Kind anders is(s)t. Daher ist mein Ratschlag oft, einfach auf das eigene Bauchgefühl zu hören und sich nicht von den vielen verschiedenen Ratschläge verunsichern zu lassen.

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5. Verdienst du mit deinem Blog Geld und wenn ja wie?

Im Vergleich zu vielen anderen Mamablogs verdiene ich wenig. In den letzten Monaten hat sich der Verdienst mit steigenden Besuchszahlen natürlich auch gesteigert. Aber ein Blog kostet auch Geld, zum Beispiel für das Hosting, die Domains, Werbeanzeigen, ….
Ich binde auf der Website Werbeanzeigen ein (Google Ads und Affilinet) und verlinke in meinen Beiträgen Affiliate-Links. Bezahle Beiträge hatte ich hingegen erst zwei. Mir ist es sehr wichtig, dass die bezahlten Beiträge, die ich schreibe auch wirklich authentisch sind und zum Blog passen und die verlinkte Seite qualitativ hochwertig und keine „Linkschleuder“ ist. Ich halte mich auch strikt an die Google-Richtlinien und kennzeichne jeden bezahlten Beitrag als Werbung und setzte die Links auf nofollow – das akzeptieren viele Kooperationspartner leider nicht.

6. Du hast vor Kurzem ein EBook herausgebracht. Wie kommt das bisher an?
Das Buch kommt sehr gut an, was mich wirklich freut. Ich habe gemerkt, dass das Buch einfach den Vorteil hat, dass alle Informationen kompakt gebündelt sind. Wir Mamas haben ja eher weniger Zeit, um die ganzen Infos an zehn verschiedenen Stellen zusammen zu suchen. Ich versuche in dem Buch auch, wirklich von Mama zu Mama mit der Leserin zu sprechen und ihr das Gefühl zu geben, dass ich sie verstehe und sie darin zu bestärken, dass das Thema Babybrei selber machen an sich gar nicht schwer ist, wenn man weiß wie es geht. Das Buch beinhaltet über 60 einfach Rezepte, die jeder ohne viel Aufwand und ohne „exotische“ Zutaten selber machen kann.

7. Wie lange hast du an dem EBook gearbeitet?
Insgesamt wahrscheinlich so zwei bis drei Monate. Mein Sohn geht nur Teilzeit in die Kinderkrippe und so habe ich jede freie Minute (auch abends) genutzt, um daran neben meiner regulären Arbeit zu schreiben. Viele Inhalte hatte ich natürlich schon aus Blogbeiträgen, die aber alle noch einmal umgeschrieben werden mussten von einem einzelnen Blogbeitrag ohne Zusammenhang zu einem möglichst „allumfassenden“ eBook.

8. Sind noch weitere Bücher geplant?
Im Moment erst mal nicht – ich kann mir aber gut vorstellen irgendwann noch ein zweites Buch mit Rezepten heraus zu bringen oder vielleicht später ein Kochbuch zum Thema „Familienkost“.

9. Und wie bringst du deinen Alltag als Mama mit deinem Blog und dem Bücher schreiben unter einen Hut?

Ich nutze täglich die „Mittagspause“, so nenne ich die Zeit wenn mein Sohn Mittagsschlaf macht, für den Blog und schreibe einen Beitrag, moderiere die Facebook- oder Instagram-Seite oder beantworte Fragen in den Facebook-Gruppen. So gehen die 1,5 Stunden „Mittagspause“ schnell vorbei. Sehr selten, wenn ich merke, dass sich mein Sohn grade gut alleine beschäftigt, setzte ich mich auch mal kurz an den Computer, um eine Rezept zu „verbloggen“, manchmal auch gemeinsam mit ihm. Er findet das noch ganz spannend, wie das Bild, das wir eben mit der Kamera gemacht haben, jetzt auf dem Computer erscheint – auch wenn er es natürlich noch nicht versteht und es wirklich Ausnahmen sind, da ich die freie Zeit mit ihm sehr genieße.

Manche Rezepte probiere ich auch gemeinsam mit ihm aus, er hat einen kleinen Hocker in der Küche, auf den er sich dann immer stellt und fleißig „mithilft“ – das geht ganz gut und macht uns beiden Spaß. Ansonsten nutzen ich natürlich auch mal die Zeit, wenn der Kleine in der Krippe ist und ich mir im Homeoffice ein paar Minuten von der regulären Arbeit für den Blog freischaufeln kann. Wenn man selbständig ist, bleibt es natürlich auch nicht aus, abends, wenn der Kleine schläft, mal noch ein paar Minuten zu arbeiten. Mir ist aber sehr wichtig, dass das nicht jeden Abend so ist.

10. Was rätst du allen, die ein Ebook schreiben und veröffentlichen möchten?

Prinzipiell ist ein EBook veröffentlichen gar nicht schwer, zumindest bei Amazon, so wie ich es gemacht habe. Man schreibt das Buch als Word-Dokument und konvertiert es anschließend (zum Beispiel mit „calibre“) in das entsprechende Format. Dann erstellt man noch ein Cover, füllt ein Formular bei Amazon aus und legt den Preis fest – fertig ist das eBook.

Das Schreiben war für mich anfangs schwieriger, da es sich vom Schreiben eines SEO-optimierten Blogbeitrags doch deutlich unterscheidet. Man muss umdenken und ein großes, zusammenhängendes Dokument erstellen.

Am schwierigsten fand ich das Thema „Lektorat“. Es ist wichtig, dass der Text lektoriert wird, aber die Suche nach einem passenden Lektor hat mir graue Haare beschert. Ein qualitativ hochwertiges Lektorat kostet 8-10 Euro pro Normseite. Bei einem ganzen EBook kommt da ganz schön etwas zusammen, da sind Kosten die man bedenken und mit einrechnen sollte. Ich habe leider mit meiner Lektorin dann keine guten Erfahrungen gemacht, da sie viele Fehler übersehen und auch noch welche eingebaut hat. Letztendlich hat mir dann mir dann meine liebe Schwägerin, die Deutschlehrerin und auch Mutter eines kleinen Sohnes ist, geholfen und war meine Rettung. Ich kann jedem nur raten, ein paar Probeseiten vorab lektorieren zu lassen, um die Qualität zu prüfen.

Vielen Dank für deine interessanten Ausführungen, liebe Natalie!

 

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